Mit dem Schritt in die Selbstständigkeit endet oft die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse. Viele Gründer lockt die private Krankenversicherung (PKV) mit günstigen Einstiegstarifen und besseren Leistungen. Doch ist der Wechsel sinnvoll?
Die steuerliche Seite
Sowohl Beiträge zur GKV als auch zur PKV sind als Basisvorsorgeaufwendungen steuerlich absetzbar.
- Achtung bei der PKV: Absetzbar ist nur der sogenannte "Basistarif". Komfortleistungen wie Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer können oft nicht oder nur begrenzt steuerlich geltend gemacht werden.
Die Kostenfalle im Alter
In der GKV richten sich die Beiträge nach Ihrem Einkommen. Verdienen Sie im Alter weniger, zahlen Sie weniger. In der PKV richten sich die Beiträge nach dem Gesundheitsrisiko und dem Alter. Die Beiträge steigen oft drastisch an, genau dann, wenn man im Ruhestand vielleicht weniger Geld zur Verfügung hat.
Unser Rat: Lassen Sie sich nicht nur von niedrigen Beiträgen in jungen Jahren blenden. Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Kasse ist ab 55 Jahren fast unmöglich. Die Entscheidung sollte gut kalkuliert sein.

